youCcom & Wissenschaft: Das SSIM

Das Systemisch-Salutogene Interaktions-Modell (SSIM)

Ein ganzheitlicher Ansatz zur Erklärung und Entwicklung gesundheitsförderlicher Interaktionsdynamiken zwischen Führungskräften und Mitarbeitende

Stefan Eberz und Prof. Dr. Conny H. Antoni

Aktuelle Modelle der gesundheitsförderlichen Führungsforschung wie das „Health-oriented Leadership“ (HoL) liefern neue Erkenntnisse zum Einfluss von Führung auf die Mitarbeitergesundheit, die das Erklärungspotential klassischer Konzepte wie der Ohio Studien und transformationaler Ansätze vergrößern. Durch die Entwicklung eines ganzheitlich orientierten Rahmenmodells, dem Systemisch-Salutogenen Interaktions-Modell (SSIM) wird diese neue Perspektive erweitert:

Erstens, gesundheitsförderliche Interaktionen werden im SSIM erstmals als primäre Analyseeinheit betrachtet, deren Dynamik sowohl von Führungskräften als auch durch Verhaltensweisen der Mitarbeitenden beeinflusst wird. Durch die Fokussierung auf gesundheitsförderliche Interaktionsdynamiken wird auch der bislang vernachlässigte Aspekt, dass Mitarbeitende auch die Gesundheit ihrer Führungskräfte beeinflussen können, berücksichtigt.

Zweitens, das SSIM fokussiert erstmals explizit auf das Kohärenzerleben am Arbeitsplatz (Work-SoC) als Teil eines spezifischen, gesundheitswissenschaftlich begründeten Wirkmechanismus gesundheitsförderlicher Führung.

Drittens, das Modell postuliert einen bedeutsamen Einfluss von Kontextfaktoren auf gesundheitsförderliche Interaktionen zwischen Führungskräften und Mitarbeitenden. Das SSIM liefert durch die explizite Berücksichtigung dieser bislang vernachlässigten Aspekte neue Impulse für die gesundheitsförderliche Führungsforschung und die Praxis des Betrieblichen Gesundheitsmanagements.

Mehr zum Modell: Springer

2018-07-02T06:28:42+00:00 26.04.2018|Uncategorized|

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