GBpsych als Start für New Work

Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung als Startbasis für New Work!


Lesezeit: 6 Minuten – Thema: Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung als Start für New Work


„Old Work“ und „New Work“ – Von neuen Prinzipien in alten Unternehmen: Unsere Empfehlung!

Das Ende der alten Arbeitswelt wird propagiert! Ab wann genau fing diese Zeitrechnung an? Wie passen die teils utopisch erscheinenden Annahmen zur betrieblichen Realität in deutschen Organisationen? Kann eine Organisation, die über Jahrzehnte hierarchisch (weiter-)entwickelt und funktional innerhalb einer Branche/ der Gesellschaft etabliert wurde, die sog. „New-Work-Prinzipien“ einfach umsetzen? Und die Frage die auch erlaubt sein muss: Ist „Old-Work“ automatisch schlecht? Viele Prinzipien, wenn sie regelmäßig und achtvoll angewandt werden, erscheinen auch in Zukunft noch anwendbar! Aber was tun, werden sich einige Leser bereits an dieser Stelle fragen. Hier unsere Empfehlung.

New Work als gemeinsame Gestaltungsaufgabe auf Basis der GBpsych

Bevor sie mit „New Work“ anfangen wollen oder versuchen Teile dieser Denkweise in eine bestehende Organisation zu integrieren, machen sie das Thema am besten zur kollektiven Gestaltungsaufgabe. Dazu eignet sich hervorragend eine seit 2014 bestehende Arbeitgeberpflicht aus dem Arbeitsschutz, die Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung (GBpsych).

Blick auf aktuelle und zukünftige Arbeitsbedingungen

Ob alle Annahmen von New Work nämlich radikal für den gesamten Betrieb oder lieber doch gemäßigt im Rahmen einer Pilotierung umgesetzt werden sollten, muss dringend mit den Beschäftigten abgestimmt werden. Aus Sicht des Arbeitsschutzes handeln sie an dieser Stelle ganz klar die zukünftigen Arbeitsbedingungen aus. Schaut man auf die häufig propagierten Implikationen der New Work-Ansätze wie z.B. agile Projektarbeit, flexible Arbeitszeitmodelle oder die Idee der Netzwerk-Organisationen als Arbeitsschützer, so haben Sie ganz klaren Bezug zu den Kerninhalten der GBpsych (z.B. Arbeitsinhalte/ -aufgaben, Arbeitsorganisation, Soziale Beziehungen).

Wie reagieren die in einer Organisation über viele Jahre sozialisierten Beschäftigten auf eine solche Veränderung?

Aus unserer Erfahrung heraus kann festgehalten werden: Beteiligen Sie bei dieser Reorganisation eines Betriebs die Betroffenen (Beschäftigte und Führungskräfte) nicht, werden selbst die pfiffigsten Maßnahmen und noch so üppige Ressourcen an der Haltung der Nichtbeteiligten scheitern! Ein Zeugnis dafür ist beispielsweise, dass ein Großteil der M & A-Vorhaben scheitert, weil die psychologischen Voraussetzungen nicht beachtet wurden.

New Work braucht vor allem Haltung und lebt vom Erleben

Kein Mensch macht einfach so bei Veränderungen mit, wenn sie für ihn keine Bedeutung haben, das Vorhaben unstrukturiert erscheint und die eigene Mitwirkung als unnötig erachtet wird. Mit einer Sache haben die zahlreichen New Work-Autoren nämlich unstrittig recht und lässt sich auch aus neurowissenschaftlicher Sicht klar belegen. New Work braucht vor allem Haltung. Und diese wird dadurch erzeugt, dass die Beschäftigten positive Lernerfahrungen machen. Ob die von Veränderung Betroffenen positive Lernerfahrungen machen liegt häufig an der Gestaltung der Prozesse.

Professionelle Umsetzung der GBpsych bietet die Möglichkeit New Work schrittweise zu etablieren

Die professionelle Umsetzung des GBpsych-Prozesses eröffnet die Möglichkeit New Work schrittweise in jeder Organisation zu etablieren. Aber immer in dem Maße, welches gerade und unter Beachtung der Gesamtsituation auch verkraftbar ist. Nach einer validen und insbesondere beteiligungsorientierten Analyse können geeignete Maßnahmen diskutiert und auf ihre Wirksamkeit hin überprüft werden. Dies eignet sich übrigens auch, um das Thema Digitalisierung mit seinen Potenzialen, Risiken und Chancen gemeinsam zu diskutieren. New Work hat ja ohnehin eine ausgeprägte Orientierung an der Nutzung digitaler Arbeitsmittel. Nebenbei erwähnt sind Arbeitsmittel Teil der sog. Arbeitsumgebung und somit einmal mehr Gegenstand der arbeitsschutzfachlichen Betrachtung.

Wer die GBpsych mit ihren Potenzialen nutzt, erarbeitet regelmäßig die umsetzungsförderlichen Grundsätze zur zunehmend digitaleren Ausrichtung einer Organisation und schafft die Voraussetzungen für gesundheitsorientierte und konfliktarme Zusammenarbeit für alle Beteiligten. youCcom bietet hierzu wissenschaftlich validierte Lösungen und richtet die Prozesse an den Branchen und Betriebsgegebenheiten individuell aus.

 

Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung als Start für New Work

2019-05-13T13:58:26+02:00 24.04.2019|Uncategorized|