Neu! Spezialformat Interessenvertretung Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung

Spezialformat

Zertifiktatslehrgang Prozessmanager Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung für Betriebsräte und Personalvertretungen

Betriebsräte und Personalvertretungen müssen beim Gesundheitsschutz auf Augenhöhte mit dem Arbeitgeber agieren. Neben solidem Know-how zu ihren Mitbestimmungsrechten benötigen sie vertieftes Handlungswissen zur Vorgehensweise bei der GBpsych. Für Sie haben wir den Zertifikatslehrgang Interessenvertretung Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung geschaffen. Die Struktur des Lehrgangs ermöglicht es den Teilnehmern ihr Wissen Schritt für Schritt direkt im Betrieb umzusetzen.

Spezielle Inhalte

Neben den Prozessmanagementkompetenzen geht der Lehrgang insbesonder auf die folgenden Inhalte – Mitbestimmungsrechte von Betriebsräten beim Umgang mit psychischen Belastungen im Betrieb – ein:

  • Das erzwingbare Mitbestimmungsrecht des Betriebsrats gem. § 87 Abs. 1 Nr. 7 BetrVG im betrieblichen Gesundheitsschutz und seine Reichweite bei der Ausgestaltung der GBpsych
  • Die GBpsych gem. § 5 ArbSchG im Zusammenspiel • mit weiteren Maßnahmen des Gesundheitsschutzes, insbesondere Betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM) gem. § 167 Abs. 2 SGB IX (§ 84 Abs. 2 SGB IX a. F.) und stufenweiser Wiedereingliederung gem. § 74 SGB V und § 44 SGB IX
  • Kernthemen einer Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen: Vermeidung einseitig belastender Tätigkeiten, Reduktion von Störungen, ergonomische Arbeitszeit- und Schichtmodelle
  • „Arbeiten 4.0“ und GBpsych: zeitliche und räumliche Entgrenzung, Schattenseiten sog. Vertrauensarbeitszeit durch Überforderung und Selbstausbeutung, Belastung durch ständige Erreichbarkeit, Isolation von Telearbeitnehmern
  • Die Gefährdungsbeurteilung als notwendige Grundlage für das Mitbestimmungsrecht bei Unterweisungen gem. § 12 ArbSchG
  • Mitbestimmungsrechte des Betriebsrats bei Übertragung der GBpsych auf Externe
  • Örtlicher Betriebsrat, Gesamtbetriebsrat, Konzernbetriebsrat – wer ist im Einzelfall zuständig für die Mitbestimmung im Gesundheitsschutz und bei der GBpsych?
  • Was in eine Betriebsvereinbarung zur GBpsych gehört: Untersuchungsgegenstände, mögliche Gefährdungsfaktoren, Auswahl und Details der Methoden bzw. des Beurteilungsverfahrens

Wichtiger Hinweis zum Zertifikatslehrgang Interessenvertretung Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung

Die vermittelten Kenntnisse sind zur Wahrnehmung des umfassenden Mitbestimmungs- und Zustimmungsverweigerungsrechts der Interessenvertretungen insbesondere mit Blick auf das Recht mitzuentscheiden, in welchen Abständen die Gefährdungsbeurteilung durchgeführt wird, welche Erhebungsverfahren eingesetzt werden, wie die Erfassung und Auswertung unter welchen datenschutzrechtlichen Vorgaben erfolgt und welche Maßnahmen abgeleitet und umgesetzt werden zwingend notwendig.

Die Schulung Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung ist erforderlich für die Betriebsratsarbeit nach § 37 Abs. 6 BetrVG. Die Kostentragungspflicht des Arbeitgebers ergibt sich aus § 40 Abs. 1 BetrVG. Entsprechendes gilt für die Personalvertretung aus § 46 Abs. 6 BPersVG und den entsprechenden Vorschriften der Landespersonalvertretungsgesetze (in NRW bspw. § 42 Abs. 5 LPVG). Die Schulung ist ferner nach § 96 Abs. 4 SGB IX auch für die Schwerbehindertenvertretung erforderlich.

2018-07-02T06:27:19+00:00 24.05.2018|Uncategorized|

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